
Personalmarketing in Zeiten von knappen Kassen erfolgreich umzusetzen, ist eine Herausforderung. Die eigenen Mitarbeitenden zu Botschafterinnen und Botschaftern auszubilden, ist dagegen ein wirtschaftlicher und fachlich sehr guter moderner Ansatz.
In diesem Ratgeber-Artikel erklären wir, wie Ihr das Projekt „Corporate Influencing“ richtig angeht!
Denn nach außen wirken die vielen Vorteile des öffentlichen Dienstes oft wie ein gut gehütetes Geheimnis. Wie ändert man das? Mit Mitarbeitenden, die authentisch und leidenschaftlich über ihre Arbeit erzählen! So könnt Ihr Eure Arbeitgebermarke aufpolieren und das ohne teure Kampagnen.
Bei public-pioneers haben wir zahlreiche Verwaltungen dabei begleitet, solche Programme aufzubauen. Hier zeigen wir Euch aus unserer Erfahrung, wie es praktisch umgesetzt werden kann.
Warum Corporate Influencer? Weil echte Geschichten überzeugen
Corporate Influencer sind keine Personalmarketing-Experten, sondern die KollegInnen aus dem Bauamt, der Kita, der Abteilung Digitalisierung etc., die aus erster Hand berichten:
Das Besondere: Es geht nicht um Werbung, sondern um Authentizität. Und genau das kommt an – bei potenziellen BewerberInnen genauso wie bei der eigenen Belegschaft. Schließlich darf der Effekt der Personalbindung nicht unterschätzt werden.
Loslegen: So startet Ihr das Corporate-Influencer-Programm
1. Klare Ziele setzen, aber nicht zu hoch hängen
Bevor Ihr MitarbeiterInnen sucht, überlegt erst: Was soll das Programm bringen?
Hier unser Tipp: Startet mit einem kleinen Team wie z. B. mit 5–10 motivierten Mitarbeitenden.
2. Mitarbeitende finden: Motivation > Vorkenntnisse
Hier führen wir beispielhaft die Stadt Bergisch Gladbach an. Dort hat Recruiterin Michelle Krah das Projekt der Corporate InfluencerInnen ins Leben gerufen und berichtet über ihr Bewerbungsvorgehen:
„Wir haben im Intranet umfassend über das Projekt, die Hintergründe sowie die Erwartungen und Unterstützungsangebote informiert. Interessierte konnten sich anschließend über unsere Bewerbungsplattform bewerben. Bewusst haben wir uns für ein Bewerbungsverfahren entschieden, da die Teilnahme an einem Corporate-Influencer-Programm ein hohes Maß an intrinsischer Motivation erfordert. Gleichzeitig wollten wir allen Mitarbeitenden die Möglichkeit geben, Teil des Programms zu werden.“
Daraus könnt ihr mitnehmen:
„Neben einigen grundlegenden Angaben interessierten uns vor allem die Motivation und mögliche Vorkenntnisse der Bewerbenden. Vorkenntnisse waren dabei keine Voraussetzung, halfen uns aber bei der Einordnung. Entscheidend war für uns die persönliche Motivation.“
3. Schulung: Keine Angst vor Social Media!
Wir stellen immer wieder in den unterschiedlichsten Projekten, Workshops oder Seminaren fest, dass viele Mitarbeitenden im öffentlichen Dienst sich unsicher sind, ob sie überhaupt etwas Berufliches posten dürfen. Grundsätzlich und unabhängig von Corporate Influencing solltet Ihr dies Eurer Belegschaft mitteilen, ob eigenständiges Posting über die Arbeit gewünscht ist.
Für die neuen Corporate InfluencerInnen nehmt Ihr so die Hürden:
Wichtig: Kein Druck oder Verpflichtung zu bestimmten Inhalten! Die Posts sollen Spaß machen.
4. Kontinuität ist der Schlüssel
Einzelne Posts bringen wenig, aber Regelmäßigkeit schon.
„Besonders wichtig ist dabei die Kontinuität. Regelmäßige Präsenz und authentische Einblicke sorgen langfristig für mehr Sichtbarkeit und eine stärkere Wahrnehmung als Arbeitgeber“, sagt auch Michelle Krah von der Stadt Bergisch Gladbach.
Unsere praktischen Tipps:
Erste Erfolge: Was bringt’s wirklich?
In Bergisch Gladbach zeigte sich: Es lohnt sich!
„Neben der steigenden Reichweite auf LinkedIn beobachten wir bereits erste positive Effekte. So erhalten wir vermehrt Anfragen zu Bewerbungsmöglichkeiten und Initiativbewerbungen. Gleichzeitig hat sich der fachliche Austausch der Corporate Influencer innerhalb ihrer jeweiligen Berufsgruppen intensiviert“, so Michelle Krah.
Von anderen Projekten mit public-pioneers können wir ebenfalls berichten, dass die Bewerbungszahlen nach oben gegangen sind. Ein konkretes Beispiel: Ein Landkreis hat in Vorstellungsgesprächen für eine Vakanz in der Straßenmeisterei gefragt, wo die Bewerbenden auf die Stelle aufmerksam geworden sind. Es gab viele Personen, die einen Corporate Influencer über Instagram gesehen haben und sich daraufhin beworben haben.
Das bedeutet für Euch:
Mehr Reichweite = mehr Aufmerksamkeit für Eure Verwaltung
Mehr Bewerbungen = weniger Aufwand und Kosten im Recruiting
Stärkere Teams = bessere interne Vernetzung
Fazit: Einfach machen und wir helfen Euch gerne!
Corporate Influencing ist kein Hexenwerk, sondern ein starkes Tool, das jede Verwaltung nutzen kann.
Der Schlüssel liegt in: ✅ Transparenz (alle einladen, Motivation prüfen) ✅ Einfache Schulungen (keine Angst vor Social Media) ✅ Kontinuität (dranbleiben, denn es zahlt sich aus!)
Ihr wollt loslegen, aber braucht Unterstützung? Wir von public-pioneers haben die Erfahrung von der Konzeption bis zur Umsetzung und Begleitung. Carolin Schröer hilft gerne weiter:
📩 carolin.schroeer@public-pioneers.de
📞0157 88509793