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Zwischen Sprachmodell und Taktgefühl – KI im Personalmarketing  

KI verändert unser Arbeiten. Punkt. Aber was bedeutet das konkret für das Personalmarketing im öffentlichen Dienst? Einem Bereich, der in vielen Verwaltungen entweder geschaffen worden ist oder ausgebaut wurde? 

In letzter Zeit begegnet mir in Gesprächen immer öfter eine neue Nachdenklichkeit. Ja, KI-Tools helfen, schneller zu texten, Konzepte zu entwickeln, sogar Content zu visualisieren. Aber viele Mitarbeitende und mich auch beschäftigt die Frage: Was bleibt am Ende eigentlich noch an kreativer Arbeit für den Menschen übrig? 

Dazu möchte ich ein paar Situationen aus den vergangenen Wochen anführen.  

Ein Beispiel aus dem Headhunting: Kürzlich habe ich in einem Headhunting-Gespräch telefonisch eine Absage erhalten. Das ist erst einmal Alltag. Dann hatte die Mitarbeiterin mir von Ihrer Tochter erzählt, dass sie etwas mit Sprachen studiert hätte und die Jobperspektiven durch KI schwinden. Die Tochter wolle sich Richtung öffentlicher Dienst umorientieren. Darüber habe ich danach noch gegrübelt, wenn wirklich ganz konkret Jobs wegfallen.  

Ein anderes Beispiel aus immer mehr Seminaren: In meinen Veranstaltungen frage ich oft: „Wer von Ihnen hat schon einmal mit KI gearbeitet?“. Da bleiben kaum noch Hände unten.  
 
Das überrascht mich nicht mehr. Auch wenn es oft (noch) keine offiziellen Richtlinien zur Nutzung von KI gibt, sind viele im öffentlichen Dienst längst neugierig geworden. Gerade für die Texterstellung bspw. für LinkedIn werden Tools wie ChatGPT immer öfter benutzt.  
 
Was mich aber wirklich umtreibt, ist die Qualität des “KI-Personalmarketings”. Content entsteht nun auf Knopfdruck, aber die Inhalte wirken oft entweder emotionslos oder meistens übertrieben euphorisch. Wo bleibt die eigene Handschrift? 

In Bezug auf Corporate Influencer-Programme, die es immer mehr im öffentlichen Dienst gibt, sehe ich hier gar eine ganz neue Herausforderung: Die Influencer bzw. Botschafter müssen eine klare eigene Handschrift tragen. Das ist mit KI gar nicht so einfach, wenn der Weg durchaus bequemer sein kann. Sollte man nicht etwa so wenig wie möglich auf KI-Texte setzen, um mit eigener Handschrift als Alleinstellungsmerkmal zu überzeugen? 

Nicht unbedingt. Denn der richtige Umgang mit ChatGPT oder anderen Sprachmodellen schließt einen eigenen Stil nicht aus. Das Bewusstsein dafür ist viel mehr entscheidend.  

Wir brauchen KI. Ohne Frage. Aber wir brauchen genauso Menschen, die ein Gefühl dafür entwickeln, wie man diese Sprachmodelle sinnvoll einsetzt.  

KI darf uns nicht austauschbar machen. Sie soll uns unterstützen und nicht ersetzen. So dürfen wir uns mit den generierten Beiträgen nicht so schnell zufrieden geben.  

Personalmarketing hat große Spannungen vor sich. Beim Wunsch nach mehr Effizienz wird die Individualität der eigenen Kommunikation eine immer größere Herausforderung werden. Qualität sollte aber immer an erste Stelle stehen. 

Die public-pioneers beraten Sie gerne in Sachen Personalmarketing. Falls Sie weitere Infos für den Arbeitgeberauftritt wünschen, stehe ich Ihnen gerne persönlich mit Rat und Tat zur Seite.   

Carolin Schröer  

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